Vortrag im Rieskratermuseum

Unser nächster Astrotreff  ist wie gewohnt am ersten Freitag im Monat. Dies ist der  7.Oktober . Gleichzeitig findet an diesem Abend um 19 Uhr  ein Vortrag über aktuelle  Raumfahrtmissionen im Rieskratermuseum statt. Referent ist Dr. Köhler von der DLR  aus Berlin. Wer also schon früher da sein kann, Treffpunkt RKM.NewHorizonsPlutoCharon_s                                   Zeichnung:  NASA

Die Renovierung der Sternwarte geht voran

Der “Starfire”glänzt wie d´Sau……

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…sehr hartnäckig, aber ich krieg dich schon….

Im Juli und August habe ich mal mit der schon lange überfälligen ” Wellness-Kur” der Sternwarte erst mal im Innenraum bzw. an den Instrumenten begonnen. Die Fotos zeigen, dass mit   Farbe und Holzschutzmittel einiges optisch aufgewertet  werden kann und vor allen Dingen für die nächste Zeit frisch konserviert ist. Die nachfolgenden Fotos zeigen das es gar nicht viel braucht. Sicher muss noch sehr vieles andere gemacht werden, aber am Ende haben wir wieder ein “Schmuckstück” für die astronomische Bildungsarbeit.IMG_1042IMG_1041IMG_1040 IMG_1039Fortsetzung folgt

Die Besonderheiten der Erde . Warum der Planet seinen Namen zu Unrecht trägt und welche Sonderstellung er einnimmt

Wir wissen heute , dass die Erde die Sonne umrundet, und zwar als dritter Planet von der Sonne aus gezählt.Vor etwa 500 Jahren glaubte man noch ,die Erde sei der Nabel der Welt und alles drehe sich um sie. Ihre Bahn ist leicht “eiförmig” und ihr mittlerer Sonnenabstand beträgt 1496 Mio. Kilometer– eine Strecke, die als Astronomische Einheit bezeichnet wird.

Die Erde ist der größte unter den sogenannten Gesteinsplaneten und wird von einem vergleichsweisen großen Mond begleitet. Dennoch hat sie mit 23 Std. , 56 Min. und 4,09 Sek. die kürzeste Rotationsdauer und würde sich vermutlich noch deutlich schneller drehen, wenn sie nicht im Laufe der Jahrmilliarden durch die Gezeitenreibung des Mondes abgebremst worden wäre.Untersuchungen an fossilen Korallenstämmen ergaben, dass ein Tag vor rund 370 Millionen Jahren nur rund 22 Std. dauerte.

Die Rotationsgeschwindigkeit beträgt etwa 1600 Stundenkilometer, also über anderthalbfache Schallgeschwindigkeit. Und die Geschwindigkeit um die Sonne auf ihrer einjährigen Reise einmal herum beträgt etwa 30 Kilometer pro Sekunde.

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Eine nicht alltägliche Aufnahme zeigt uns die aufgehende Erde in der Schwärze des Kosmos von unserem Mond aus. Der von der NASA betriebene Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) umkreist den Mond und erforscht dessen Oberfläche.  Foto: NASA

Eigentlich trägt unser Planet seinen Namen zu Unrecht, denn mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wassermassen bedeckt und nur weniger als ein Drittel der Oberfläche ragt als Landmasse unterschiedlich hoch aus diesen Ozeanen auf. Zwischen der höchsten Bergspitze -dem Mt. Everest -und dem tiefsten Punkt des Meeresbodens -im Marianengraben-liegen rund 20 Kilometer. Das entspricht der Strecke Nördlingen-Wemding. Alle Wassermassen würden eine Kugelrunde , glatte Erde mit einem rund 3,5 Kilometer tiefen Ozean bedecken.

Die Sonderstellung der Erde als bewohnter Planet, der eine zumindest partiell technisierte Zivilisation hervorgebracht hat, ergibt sich in erster Linie aufgrund der Temperatur, die ihrerseits von Sonneneinstrahlung und damit von der Temperatur der Sonne und der Entfernung Sonne-Erde abhängt. Gäbe es aber  nur diese beiden Einflussgrößen und keine Erdatmosphäre , so wäre die Erde vermutlich von einem dicken Eispanzer bedeckt. Da Eis das auftreffende Sonnenlicht zu einem erheblichen Teil in den umgebenden Weltraum reflektiert, läge die Temperatur an der atmosphärenlosen Erdoberfläche kaum über minus 50 Grad Celsius.

Wir verdanken unsere Existenz also auch der Atmosphäre, die einen Teil des von der Oberfläche reflektierten Sonnenlichtes zurückhält und damit die Oberfläche zusätzlich erwärmt. Allerdings klettert die sogenannte Gleichgewichtstemperatur der Erde mit ihrer Hilfe auch nur auf etwa minus 20 Grad Celsius an. Erst der natürliche Treibhauseffekt, der einen Großteil der Wärmestrahlung vom Erdboden zurückhält,  lässt die mittlere Durchschnittstemperatur auf etwa 15 Grad  Celsius ansteigen. Verantwortlich dafür sind vor allem Kohlendioxid, Wasserdampf und Methan, wenngleich durch Menschenhand auch mit besorgniserregend steigender Tendenz. Den Löwenanteil der Atmosphäre stellen Stickstoff (78 Proozent) , und Sauerstoff (21 Prozent), den wir zum Atmen benötigen.

Die Atmosphäre ist damit eine Art Raumanzug , der gegen die Kälte des Weltraums schützt, die notwendige Atemluft bereitstellt und darüber hinaus einen (noch) wirksamen Schutz gegen die energiereiche UV-Strahlung der Sonne sowie die noch kurzwelligere Röntgen -und Gammastrahlung aus dem Kosmos bietet. Die Menscheit und die anderen vielfältigen Lebensformen auf dieser Erde können nirgendwo anders hin , dies ist unser einziges Zuhause ! Anstatt sich zu bekriegen und andere zu unterdrücken, und auf die Hautfarbe oder den Glauben zu schauen, sollten wir endlich begreifen, dass wir  alle gemeinsam auf dem so wunderbaren blauen “Raumschiff Erde” durch die Weiten des Kosmos ziehen.

Diese Welt gehört nicht uns in dieser Epoche alleine, wir sind nur alle “Mieter” auf Zeit und es ist unsere Pflicht diesen Planeten auch für die nächsten Generationen lebenswert zu hinterlassen!!

 

 

 

Treffpunkt ZERIN

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Die Rieser Sternenfreunde, Vereinsserie

Foto: Andreas Schopf

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Im Rieskratermuseum am Mondgestein. Dort ist die größte Dauerleigabe der NASA in Europa mit ca. 160 Gramm Gewicht !

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In Oettingen , etwa 15 Kilometer von Nördlingen, haben wir die Landkreissternwarte mit einem 7 Zoll Refraktor mit 1700 mm Brennweite und einem Spiegelteleskop mit 28 cm Öffnung und knapp 3 m Brennweite auf einer Alt-Montierung .Diverse Zusatzgeräte runden die Ausrüstung des Observatoriums ab .In der 3,5 m Kuppel findet alles seinen Platz.

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Die Sternwarte auf dem Dach des Albrecht-Ernst-Gymnasiums.

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Bei uns ist immer etwas los…..

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Unser Astro-Treff findet in der Innenstadt von Nördlingen statt, dem Zentrum für Rieskrater und Impaktforschung Nördlingen (ZERIN).

Four Planets

Am Abend des 05.Juni bot sich in der Nähe von Elchingen ein ganz besonderes Bild:
Klarer Himmel, kaum Wolken, angenehme Temperaturen und … freie Sicht auf

4 Planeten

unseres Sonnensystems.
Dies wollte ich mir nicht entgehen lassen und erstellte ein Panorama aus 10 Hochkantaufnahmen mit der EOS600D (je 10 s mit F5.6), die mit MS-ICE gesticht wurden.

fourplanets(s)Four Planets (9320×2221 Pixel, 9.17 MByte)

Und, die 4 Planeten schon gefunden?
Auflösung -> hier.

Impressionen vom Oettinger Planetenweg

Hier noch ein paar Impressionen vom Planetenweg in Oettingen

Merkurtransit – Teil2

Nachdem nun sämtliches Bildmaterial gesichtet, und entsprechend bearbeitet wurde, sind hier einige Ergebnisse zu sehen:
Die Aufnahmen im Weißlicht wurden am 150/1000 APO mit einem 9mm Okular in Okularprojektion erstellt. Kamera war die ASI120MC. Die Bilder im Ha-Bereich wurden am kleinen PST mit eingebauter Barlow (x 1,25) und der ASI120MM gewonnen.
130809Uhr
Sonnenfleck (AR 19261) im Detail, noch vor dem Merkutransit, bei voller Auflösung sind die Granulen und die Strukturen im Sonnenfleck schön zu sehen!
131255Uhr
Der Eintritt (13:13Uhr)
131431Uhr
beinahe geschafft (13:15Uhr)
131814Uhr
13:18Uhr
Merkur, ca. 58 Mio Kilometer vor der Sonnenoberfläche und somit nur 2/3 soweit von uns entfernt wie die Sonne.
Man beachte auch die Zeiten! Merkur bewegt sich in ca. 2 min um seinen eigenen  Durchmesser weiter (ca. 4900 km). Das entspricht, ungeachtet der anderen Einflüsse, einer Bahngeschwindigkeit  von ca. 147000 km/h.

155334Uhr 161153Uhr
kleiner Merkur – ganz groß!

DSLR+APO 170234UhrÜbersicht, gegen 17:00, gewonnen mit der DSLR am 150/1000 APO, unten der Sonnenfleck, oben Merkur.

Hier noch einige Aufnahmen im Licht der Halpha Linie, in welcher die Chromosphäre der Sonne schön zu sehen ist. Dunkle Bögen sind von oben gesehene Protuberanzen, auch der Sonnenfleck ist erkennbar, Merkur als kleine pechschwarze Scheibe!Ha 131522Uhr
hier kurz nach seinem Eintritt vor die Sonnenscheibe

Ha 54733UhrHier bereits weit vor der Sonne

Ha 171205Uhr
Im Detail mit dem großen APO als Halpha Teleskop

Ha 164750 -164945 Uhr …und eine kleine Animation, bei welcher man auch die Dynamik in der Sonnenathmosphäre schön erkennen kann. Zwischen den beiden Bildern liegen ca. 2 Minuten!

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Zwischendurch gabs hohe Schleierwolken, die den Kontrast der Bilder extrem verschlechtert haben, die dafür aber andere (irdische) Athmosphären-Erscheinungen brachten.

Aufgrund der Sichtverhältnisse an der Sternwarte, war bei mir um ca 17:00 leider Schluß mit der Beobachtung. Dennoch war es ein schönes, bleibendes Erlebnis den kleinen Merkur vor unserem Zentralgestirn vorbeiziehen zu sehen.
2019 haben wir nochmal die Chance!

“A Muggaschieß”

Anmerkung/Übersetzung “A Muggaschieß” für die Nicht-Schwaben: ein Fliegenhäufchen.

Merkur “verfinstert” die Sonne
Eine Sonnenfinsternis der besonderen Art stand vorgestern auf dem Programm – Merkur “verdunkelte” die Sonne. Also wenigstens wurde sie messbar dunkel, wenn auch nicht sichtbar. Das liegt daran, dass bei einer Merkurbedeckung – anders als bei einer Mondfinsternis – nur 0,004% der Sonnenfläche bedeckt werden.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass Merkur nur als winzig kleiner Fleck vor der hellen Sonnenscheibe zu sehen war – eben der im Titel schon angesprochene Fliegenschiss :-).
Aber nichtsdestotrotz haben Amateurastronomen landauf, landab dieses Himmelereignis gefilmt und fotografiert. Die Rieser Sternfreunde haben hier auch dazu beigetragen und von verschiedenen Sternwarten aus Aufnahmen gemacht.

Bildmaterial
Hier eine Auswahl der Aufnahmen aus Elchingen.
Die Sonne etwa gegen 18:22 Uhr – der kleine schwarze Punkt unten rechts – das ist Merkur!
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Abendsonne mit Wolken – etwa 18:46 Uhr
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Ein wenig ins Detail gegangen – Merkur und Sonnenfleck 2543
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Merkur ganz “groß”
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Übrigens:
Den nächsten Venustransit gibt’s erst lange nach unser aller Ableben, nämlich im Jahre 2117. Und wer etwas ganz besonderes sehen will – einen gleichzeitigen Transit von Merkur und Venus – der muss sich richtig anstrengen, den gibt es nämlich erst im Jahre 69.163 (und wer dies verpasst, muss bis ins Jahr 224.508 warten).
Dafür ist der nächste Merkurtransit nicht mehr weit: Am 11.11.2019 kann man den Beginn des nächsten Merkurdurchgangs hierzuladen sehen – sofern das Wetter mitspielt.