Neues Jahr

Die Rieser Sternfreunde wünschen allen einen guten Start ins Neue Jahr in Verbindung mit viel Gesundheit und Glück!

Auf das es viele klare Nächte geben wird und wieder zahlreiche und interessierte Besucher zu uns in die Sternwarte kommen um sich an der Faszination Weltall zu begeistern.

Auch in 2019 haben wir wieder einiges geplant in Sachen Astronomie !

Vortrag Mond

Am Donnerstag dem  22.11 2018 findet im Rieskratermuseum in Nördlingen um 19 Uhr der letzte Vortrag , organisiert vom Verein “Freunde des Rieskratermuseums e.V.” , in diesem Jahr statt.

Prof. Harald Hiesinger von der Uni Münster wird über aktuelle Ergebnisse der Mondforschung und zukünftige Mondmissionen berichten.

Der Eintritt ist frei und die Veranstalter freuen sich auf Ihren Besuch.

 

Neue Infotafeln am Oettinger Astro-Lehrpfad

Vor kurzem ist der Oettinger Astro-Lehrpfad um eine Attraktion reicher geworden. So wird an  drei verschiedenen Tafeln, die an einem Masten drehbar hängen, die  Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten ,die technische Entwicklung der Menschheit sowie die Entwicklungsphasen der Astronomie von den Anfängen bis heute dargestellt. Das ganze ist bei der Erdstation des Lehrpfades montiert.  Fotos: Uwe Bahadir

 

Wartungs -und Reinigungsarbeiten in der Sternwarte Oettingen

Letzten Freitag haben wir unseren monatlichen Treff vom ZERIN in Nördlingen nach Oettingen in die Sternwarte  verlagert und gleichzeitig einen Arbeitseinsatz  daraus gemacht, der von unseren Sternfreunden Matthias , Hannes , Tobias , Gerald und Thomas bis fast aufs letzte Schräubchen hervorragend vorbereitet war. Unter anderem wurden die  Okulare  gesäubert , der Okularauszug wurde gängig gemacht ….

Hier ein paar Fotos der Aktion.

Fotos: Uwe Bahadir

Astro-Messe im Schwarzwald besucht

Letzten Samstag fuhren wir nach Villingen zur AME . Zwei Hallen vollgepackt mit allem was der Amateur- Astronom so braucht bzw. gerne hätte. Alles dabei  für den kleinen und großen Geldbeutel, bis zu Geräten  wo man empfehlen kann erst einmal Lotto zu spielen.

Der Meteoritenfall von Stubenberg

Gestern war Dieter Heinlein aus Augsburg ,der wohl  bekannteste Meteoriten-Experte bei uns im Rieskrater-Museum und hielt einen spannenden Vortag über den im vergangenen Jahr niedergegangenen Meteoriten bei Stubenberg in Niederbayern , unweit der österreichischen Grenze. Außerdem schilderte er in populärwissenschaftlicher Weise, mit was für Techniken, Bahnberechnungen und nicht zuletzt Suchaktionen man zu so einem Fund kommt. Nachdem schon bekannte Meteoritenfunde im Museum einen Platz gefunden haben, so hofft man , dass auch das größte Teil des Stubenberger Meteoriten nach Nördlingen ins RKM seinen Weg findet.

Fotos: Uwe Bahadir

Signale der Erde

Wenns sich das Universum auch offenbar in Schweigen hüllt, so ist die Erde doch vorbildlich mitteilsam. Einerseits strahlt sie unabsichtlich einen gewaltigen Berg an Radio-,Fernseh-,Radar- und sonstigen Wellen in den Raum hinaus, anderseits hat sie mehrfach gezielt Botschaften losgeschickt.

Aber auch schon die Menschen längst versunkener Kulturen hatten Interesse daran,späteren Generationen die Kunde zu hinterlassen : Wir waren da, wir haben Kultur geschaffen. So ließ etwa der assyrische Heerführer Asarhaddon im siebten Jahrhundert vor Christus Keilschriften in Fundamente von Denkmälern und öffentlichen Gebäuden einmauern.

Hundert Jahre später schuf der Assyrerkönig Assarbunipal als “Zeitkapsel ” eine umfangreiche Tontafel-Bibliothek, die heute im Britischen Museum in London steht.

Vom Mittelalter bis heute werden in die Fundamente öffentlicher Gebäude Urkunden, Chroniken, Münzen, Zeitungen und andere Zeitdokumente eingemauert.

Seit 1970 werden die  “Kulturgüter von Deutschland ” auf Mikrofilmen gespeichert und in  einem Stollen im Gneiss bei Oberried im Schwarzwald eingelagert. Bis heute haben sich dort etliche Millionen Mikro-Aufnahmen angesammelt.

Es besteht offenbar ein Bedürfnis, Zeugnisse menschlicher Leistungen zu bewahren und späteren Generationen mitzuteilen. Nicht nur den Nachkommen auf unserer Erde, sondern auch fremden Zivilisationen – dies kam im  Zeitalter der Raumfahrt dazu. Ob es irgendwo im Weltall noch  Leben gibt oder nicht, auf jeden Fall sollten Botschaften losgeschickt werden , auch wenn eine Antwort vielleicht erst nach Jahrtausenden zurückkommt -oder erst dann, wenn die Erde eine leblose Öde geworden ist.

Ein paar Botschaften die abgesandt worden sind :

1972/73 mit den beiden Sonden Pioneer 10 und 11.Inzwischen haben sie nach den Forschungsarbeiten an Jupiter und Saturn das Sonnensystem verlassen und treiben im interstellaren Raum. Beide haben eine Grußbotschaft an die “Nachbarn im All ” an Bord. 100.000 Jahre werden etwa vergangen sein bis die Roboter in die Nähe von anderer Sonnen gelangen, mit vielleicht Planeten.

Am 16.4.1974 wurde mit dem 300-Meter -Radioteleskop in Arecibo auf Puerto Rico eine Botschaft in Richtung auf den Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules gefunkt. Die Sendeleistung betrug 500 000 Watt, die Botschaft wird in etwa 25 000 Jahren ankommen.

1977 wurden die wohl bekanntesten Raumsonden Voyager 1 und 2 gestartet, die Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun von 1979 bis 1989 erkundeten und mittlerweile um die 20 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt sind. Voyager  1 ist das am weitesten von Menschenhand geschaffene Objekt.

Am 4.5.1973 wurde der geophysikalische Forschungssatellit LAGEOS (Laser Geodynamic Satellite ) gestartet, der voraussichtlich noch 8 Millionen Jahre lang in 6000 Kilometern Höhe unsere Erde umkreist. An Bord befindet sich eine Botschaft an Erdbewohner in ferner Zukunft. Falls da noch jemand herumspringt, kann man sehen wie unsere Erde sich verändert hat.😊                                 Graphik: NASA